News

07.06.2017

WM-Vorbereitung: Schwitzen beim Höhentraining in Sölden

Mit einem Höhentrainingslager im Tiroler Ötztal sind sechs Boxer aus dem zehnköpfigen Team Deutschland in die intensive Vorbereitungsphase der Weltmeisterschaften (WM) in Hamburg gestartet.

Individuelle Vorbereitung auf die WM in Hamburg

Schwerpunkt des dreiwöchigen Camps: Mountainbike-Training in Höhenlagen zwischen 1300 und 2600 Metern. Diese Höhe bedingt eine Vielzahl von positiven Anpassungsvorgängen im Organismus, die in der Folge vor allem im Ausdauerbereich eine Leistungssteigerung bewirken. Das sportliche Lenkungsteam des DBV hatte die jeweilige Ausgangsituation der einzelnen Athleten ausführlich ausgewertet und die WM-Vorbereitung individuell auf die Athleten abgestimmt. So führt für den anderen Teil des Teams der Weg zu den WM in Hamburg über die Europameisterschaften in der Ukraine samt vorgeschalteter Trainingslehrgänge.

Sölden als gutes Omen in Erinnerung

Die österreichische Bergregion in und um Sölden war Artem Harutyunyan (Hamburg/Schwerin) noch in bester Erinnerung: Die deutsche Hoffnung im Halbweltergewicht hatte hier schließlich das Grundlagentraining für den Gewinn der Bronzemedaille bei Olympia 2016 in Rio absolviert. Mit dem Fokus auf den WM-Titel in seiner Heimatstadt Hamburg kehrte Harutyunyan diesmal zusammen mit folgenden Nationalteamkollegen zum Höhentraining in die Berge zurück: Hamza Touba (Fliegengewicht, Heidelberg/Neuss), Murat Yildirim (Leichtgewicht, Berlin), Ibragim Bazuev (Halbschwergewicht, Köln), Igor Teziev (Schwergewicht, Heidelberg/Esslingen) und Max Keller (Superschwergewicht, Köln/Aachen).

Neben dem Radtraining schwitzten die Athleten beim Athletiktraining, das Olympia-Teamarzt Dr. Mark Dorfmüller und die Physiotherapeuten Norbert Sekey und Martin Bugge leiteten. Für die Boxtechnik zeichneten Eddie Bolger vom Bundesstützpunkt in Heidelberg und Gregory Tolkovets vom Bundesstützpunkt in Köln verantwortlich. Nach dem Training bot das exklusive Hotel „Aquadome“ als Kooperationspartner des Trainingslagers mit zahlreichen Entspannungsbecken und Saunen Regenerationsmöglichkeiten, die gerne genutzt wurden.

Harutyunyan: „Unser Ziel ist es, Weltmeister in Hamburg zu werden“

„Das Trainingslager war ein voller Erfolg“, sagt Harutyunyan. Die gesamte Mannschaft sei voll motiviert gewesen. „Kein Wind und Wetter konnte uns aufhalten. Unser Ziel ist es, Weltmeister in Hamburg zu werden“, zeigt sich Harutyunyan fokussiert auf den Jahreshöhepunkt. Für den Berliner Leichtgewichtler Murat Yildirim, der beim jüngsten CPT ebenfalls Gold holte, war das Trainingslager ebenso „mit Abstand das Beste, woran ich bisher teilnehmen durfte“. Auch der in Köln Psychologie studierende und für PTSV Aachen boxende Max Keller hat „sehr von diesem Trainingslager profitiert“. Der zweifache Deutsche Meister im Superschwer führte aus: „Wir haben den Grundlagenbereich trainiert, um darauf aufbauend die spezielle Ausdauer und das wettkampfspezifische Training zu starten.“ Neben idealen Trainingsbedingungen stand den Boxern mit dem Rostocker René Göhler ein Profi-Triathlet als Ausdauerspezialist zur Verfügung. „Wir haben auf dem Rad insgesamt ein paar Tausend Höhenmeter zurückgelegt“, berichtet Keller, der beim CPT 2015 Silber und 2017 Bronze gewann. Alle Athleten waren voll des Lobes für die Regenerationsmöglichkeiten im „Aquadome“.

Auf dem Bild „Mammutaufgabe“ des DBV sind zu sehen:

Hintere Reihe von links: Aquadome-Hoteldirektorin Barbara Krabath, Mannschaftsarzt Dr. Mark Dorfmüller, Physio Norbert Sekey, Trainer Eddie Bolger, Athletiktrainer Rene Göhler, Max Keller, und Marketingleiter des Hotels Sascha Rössel. Vordere Reihe von links: Igor Teziev, Ibragim Bazuev, Murat Yildirim, Artem Harutyunyan, Christos Cherakis und Hamza Touba. Cherakis wird wegen seines Abiturs jedoch nicht bei der WM starten. Salah Ibrahim wurde nachnominiert.

© Peter Jaschke

sponsored by

Send this to a friend